Ganztagsschule

Wir verstehen Bildung als einen ganzheitlichen Prozess, in dem die Schule nicht nur Lern- sondern auch Lebensraum ist.

Ganztagsschule

Lernzeit statt Hausaufgaben

An der Friedrich-Fröbel-Schule wurden die Hausaufgaben weitgehend vom Nachmittag in die Schulzeit verlegt. Um den individuellen Bedarfen und Interessen der Schülerinnen und Schüler weiterhin gerecht zu werden, wurden Lernzeiten eingerichtet. Die Lernzeiten sind im Stundenplan fest eingeplant und unterstützen die Gestaltung eines differenzierten Lern- und Förderangebots. Zusätzlich leistet die Lernzeit einen Beitrag zur Erweiterung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit von Schülerinnen und Schülern. Gelerntes kann so geübt und wiederholt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden in der Lernzeit durch Lehrkräfte oder pädagogische Mitarbeiter begleitet und betreut.

Durch die regelmäßigen Lernzeiten in der Schule entfallen die Hausaufgaben im herkömmlichen Sinne. Aufgaben zur Übung und Festigung erworbener Kompetenzen sind in Absprache mit den Eltern und mit zunehmender Klassenstufe trotzdem möglich, jedoch nicht an Tagen mit Nachmittagsunterricht!

Merkmale der Lernzeit an der FFS:

Ans Lernalter angepasst

Klasse 1-2: eher spielerisch (bspw. Lernspiele)

Klasse 3-4: spielerisches und strukturiertes Arbeiten (bspw. Lernspiele und Wochenpläne), überfachliche Themen (bspw. Lernen lernen)

Klasse 5-6: zunehmend fachbezogene Inhalte (Vorbereitung auf Hausaufgaben an weiterführenden Schulen), Vorbereitung auf Klassenarbeiten etc.

Vielseitige Anwendungen und Materialien

Gelernt wird nicht nur in Arbeitsheften und mit Arbeitsblättern: Insbesondere in Spielen/mit konkretem Material können Kinder und die begleitenden Lehrkräfte merken, ob die Lerninhalte auch in der Umsetzung verinnerlicht wurden.

Übernahme von Verantwortung

Die Kinder übernehmen je nach Klassenstufe zunehmend mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess. Dies geschieht in Begleitung und Abstimmung mit den Lehrkräften, bspw.:

Klasse 1-2: Nutzung von Selbstkontrollmöglichkeiten, Kennenlernen von Wochenplänen

Klasse 3-4: Eigenes Setzen von Schwerpunkten in Wahlaufgaben, Entscheidungsfreiheit bei Übungsformaten (bspw. beim Üben von Malreihen), Einteilen der Aufgaben in Wochenplänen (bspw. Wahl- und Pflichtaufgaben)

Klasse 5-6: Selbsteinschätzungsbögen und Übungsformate vor Arbeiten, Reflexionsgespräche, etc.

Ganztagsschule

Mediation – gemeinsam Lösungen finden

Unsere Schule ist ein lebendiger Ort: Viele Kinder lernen, spielen und leben hier jeden Tag miteinander. Dabei ist es ganz normal, dass es manchmal zu Meinungsverschiedenheiten oder Streit kommt. Nicht jeder Konflikt lässt sich sofort allein lösen – und genau hier setzt unsere Mediation an.

In der ersten großen Pause bieten wir täglich eine Pausenmediation an. In einem ruhigen und geschützten Rahmen bekommen die beteiligten Kinder die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Begleitet von einer Lehrkraft suchen sie gemeinsam nach einer fairen und tragfähigen Lösung.

Dabei gelten klare und kindgerechte Regeln:

  • Wir sprechen offen und ehrlich miteinander.

  • Wir hören einander zu und lassen uns ausreden.

  • Wir bleiben fair und verzichten auf Schimpfwörter oder Beleidigungen.

Beispiele aus dem Schulalltag:

  • Zwei Kinder streiten sich darüber, wer in der Pause zuerst mit dem Roller fahren darf. In der Mediation einigen sie sich auf eine feste Reihenfolge.
  • Nach einem Missverständnis beim Fußballspiel fühlen sich mehrere Kinder unfair behandelt. Gemeinsam wird besprochen, was schiefgelaufen ist und welche Regeln künftig gelten sollen.
  • So lernen die Kinder Schritt für Schritt, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und Konflikte friedlich zu lösen.

Ganztagsschule

Soziales Lernen – miteinander wachsen

Damit sich alle Kinder in unserer Schulgemeinschaft wohlfühlen, brauchen sie Soziale Kompetenzen. Diese sind eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen, gutes Miteinander und den konstruktiven Umgang mit Konflikten.

Deshalb ist das Soziale Lernen fester Bestandteil unseres Unterrichts – von der Vorklasse bis zur 6. Klasse. In kleinen, überschaubaren Schritten und mit vielen spielerischen Übungen bauen die Kinder grundlegende Fähigkeiten auf, die sie im Schulalltag und darüber hinaus stärken.

Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Kompetenzbereiche:

Kennenlernen und Kontaktfähigkeit

Die Kinder lernen, miteinander in Kontakt zu treten, sich vorzustellen, Fragen zu stellen und auf andere zuzugehen – wichtige Voraussetzungen für gelingende Kommunikation in der Gruppe.

Ich-Kompetenz

Ein positives Selbst- und Körperbild, Einfühlungsvermögen und selbstbewusstes Handeln werden gefördert, z. B. durch Wahrnehmungsübungen oder kleine Rollenspiele.

Umgang mit Gefühlen

Mithilfe von Symbolen wie zum Beispiel den „Kistenkobolden“ lernen die Kinder, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und angemessen auszudrücken – und auch die Gefühle anderer besser zu verstehen.

Kommunikationsfähigkeit

Die Kinder üben, Wünsche, Meinungen und Probleme sprachlich auszudrücken und anderen aufmerksam zuzuhören.

Kooperationsfähigkeit

In Partner- und Gruppenarbeiten erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie wichtig Absprachen, Rücksichtnahme und gemeinsames Handeln sind.

Konfliktfähigkeit

Die Kinder lernen altersgerecht, Konflikte zu erkennen, darüber zu sprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Beispiele aus dem Unterricht:

  • In einer Gesprächsrunde berichten Kinder, wie sie sich heute fühlen, und hören einander zu.
  • In Rollenspielen üben Kinder, „Stopp“ zu sagen oder Hilfe zu holen, wenn ihnen etwas zu viel wird.
  • In Gruppenaufgaben wird gemeinsam ein Bauwerk errichtet – nur wenn alle zusammenarbeiten, gelingt die Aufgabe.
  • So unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler dabei, sprachlich, emotional und sozial sicherer zu werden – und stärken sie für ihren Schulalltag und darüber hinaus.

Schulhofgeflüster

„Die Schule ist für mich einzigartig. Man kriegt gute Erinnerungen. Die Schule ist gedacht, dass Leute etwas lernen und man immer glücklich bleibt.“

Schüler an der Friedrich-Fröbel-Schule

„Ich finde die AG ganz toll. Und die Lehrer sind nett. Besonders toll ist das Klettergerüst!“

Schüler an der Friedrich-Fröbel-Schule

„Ich finde es gut dass wir frei reden und die Lehrer unsere Ideen ernst nehmen.“

Schülerin an der Friedrich-Fröbel-Schule