Sprachheilschule
Sprache öffnet Türen – sie ist der Schlüssel zu Bildung, Begegnungen und zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. An der FFS unterstützen wir Kinder mit Sprachauffälligkeiten in allen Lebensbereichen – beim Lernen, beim Verstehen und im sozialen Miteinander.
Sprachförderung im SchulAlltag
Allgemeine Unterrichtsprinzipien an der Sprachheilschule
Unser Ziel an der FFS ist es, Kinder mit Sprachauffälligkeiten so zu stärken, dass sie ihre sprachlichen Hürden überwinden und wieder erfolgreich in das Regelschulsystem integriert werden können. Wir arbeiten nach einem fächerübergreifenden Ansatz, bei dem Sprache als gemeinsames Thema aller Fächer verstanden wird. Im Mittelpunkt stehen die vier zentralen Sprachebenen: Phonetik/Phonologie, Semantik, Morphologie/Syntax und Pragmatik. Dabei versuchen wir in Zusammenarbeit mit den Logopädinnen, Unterricht und Therapie eng miteinander zu verzahnen. Sprachförderung ist an der FFS kein Zusatz, sondern Teil des Alltags.
Die Unterrichtsinhalte werden deshalb immer an die sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst, um den Kindern die individuelle Unterstützung und Förderung zu bieten, die sie zur Förderung und Verbesserung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten und ihres sprachlichen Lernens brauchen. Dies geschieht sowohl durch allgemeine, unspezifische sprachfördernde Maßnahmen im Unterricht sowie durch spezifische sprachheilpädagogische Fördermaßnahmen auf Basis einer individuellen sprachlichen Diagnostik.
Sprachförderung im SchulAlltag
Sprachauffälligkeiten und Förderung auf den vier Sprachebenen
Englisch in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung
Englisch als Fremdsprache ist ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens.
Da wir in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung zielgleich unterrichten, gehört hierzu natürlich auch der Englischunterricht. Dieser umfasst in den Klassen 3 und 4 zwei Wochenstunden, in den Klassen 5 und 6 dann als Hauptfach fünf Wochenstunden. Natürlich achten die Englischlehrkräfte der FFS ganz besonders darauf, dass die Schülerinnen und Schüler mit Anspruch Sprachheilförderung die für sie erschwerte sprachliche Hürde gut meistern und Freude an der Fremdsprache haben.
Ziel des Englischunterrichts ist es, von Anfang an bei den Kindern Freude und Motivation am Erlernen und im Umgang mit der Fremdsprache zu wecken. Weiterhin sollen Interesse und Verständnis gegenüber anderen Sprachen und Kulturen angebahnt und die Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler erweitert werden.

Schwerpunkte im Fremdsprachenunterricht in den unterschiedlichen Klassen
Der Unterrichtsschwerpunkt in den Klassen 3 und 4 liegt auf dem mündlichen, spielbetonten Lernen. Er findet größtenteils einsprachig statt. Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, einfache Sätze, kleine Geschichten, Redewendungen, Lieder und Reime zu verstehen. Hierzu ist es nicht notwendig jedes einzelne Wort zu kennen. Die Kinder sollen vielmehr dazu angeregt werden sich den Inhalt zu erschließen, indem sie zusätzlich auf die Mimik, Gestik und Körpersprache der Lehrkraft achten. Zusätzlich werden im Unterricht Bildmaterialien und englische Kinderbücher eingesetzt und wenn möglich die Sprache mit Bewegung verknüpft.
Leistungsbewertung in den Klassen 3 und 4
In den Klassen 3 und 4 werden keine Arbeiten geschrieben, in denen die Schülerinnen und Schüler die Fremdsprache aus dem Gedächtnis schreiben müssen. Allerdings können Lernstandskontrollen in unterschiedlichen Formen stattfinden, deren Schwerpunkt auf dem Hörverstehen oder dem Umgang mit dem geübten Wortmaterial liegt. Bei der Beurteilung erfolgt eine starke Gewichtung der mündlichen Sprachkompetenz. Eine grundsätzliche Offenheit gegenüber der Fremdsprache und die Bereitschaft, sich auf den mündlichen Fremdsprachenunterricht einzulassen und mitzuarbeiten sind wesentliche Aspekte der Bewertung. Die Englisch-Note in der 3. und 4. Klasse ist nicht versetzungsrelevant.
In den Klassen 5 und 6 werden neben der mündlichen Sprachkompetenz dann auch Schriftsprache und Grammatik wichtiger, ebenso wie das selbstständige und regelmäßige Lernen von Vokabeln (auch zu Hause). Die didaktischen Grundprinzipien des sprachsensiblen Unterrichts werden auch hier immer noch stark miteingebunden: hoher Visualisierungsgrad (z.B. durch Bildkarten, Piktogramme und Symbole), Ritualisierung und Wiederholung (z.B. Begrüßung, Wetter, Datum), Handlungsorientierung (z.B. Rollenspiele, Dialogtraining, Präsentationen, Stationenlernen) und Scaffolding durch Lernplakate und Satzstarter. Wir legen weiterhin großen Wert darauf, die Schülerinnen und Schüler nicht zu überfordern und erklären Grammatik z.B. auch wenn nötig auf Deutsch, um das Verstehen aller sicherzustellen. Darüber hinaus können Aufgaben auf mehreren Niveaustufen und unterstützende Satzmuster zur Verfügung gestellt werden.
Leistungsbewertung in den Klassen 5 und 6
Bei der Leistungsbewertung ist es uns wichtig, die individuelle Lernentwicklung jeder Schülerin und jedes Schülers im Blick zu haben und durch positive Rückmeldungen statt Fehlerfokus eine positive Lernatmosphäre zu schaffen. In der 5. und 6. Klasse werden pro Halbjahr zwei Lernstandskontrollen geschrieben, die aber auch durch Präsentationen oder Portfolioarbeit ersetzt werden können.
Sprachförderung im Mathematikunterricht
Im Verlauf ihrer Schulzeit müssen Kinder viele Fachwörter im Mathematikunterricht lernen. Diese zu verstehen und in ihren Wortschatz zu übernehmen, stellt für sprachbeeinträchtigte Kinder eine große Herausforderung dar.
Zusätzlich kann echtes mathematisches Verständnis nur in der Interaktion und Kommunikation mit anderen erworben werden. Daher bekommen die Kinder von uns immer die Gelegenheit, Fachwissen handelnd zu erwerben und sich über ihre mathematischen Entdeckungen, Strategien, Vorgehensweisen oder Fehler mündlich wie auch schriftlich auszutauschen.
Hierzu gehört beispielsweise der Einsatz von Wortspeichern, der handelnde Umgang mit konkretem Material und das sprachliche Begleiten von Rechenoperationen.

Besonderheiten im Deutschunterricht
Der Deutschunterricht an unserer Schule ist weit mehr als das bloße Erlernen von Buchstaben. Da unsere Schülerinnen und Schüler unterschiedlichste Herausforderungen im Bereich der Sprache mitbringen, gestalten wir den Unterricht nach den Prinzipien der Sprachheilpädagogik. Das bedeutet: Wir fördern die Kinder ganzheitlich auf allen Sprachebenen, um ihnen Sicherheit im Umgang mit Schrift und Wort zu geben.

Sprachförderung im SchulAlltag








