
Förderschwerpunkt Sprachheilförderung
Allgemeines zur Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung
In der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung wird nach den Lehrplänen der Regelschule gearbeitet, d.h. bis zur 4. Klasse nach dem Grundschullehrplan und in Klasse 5 und 6 i.d.R. nach dem Haupt- oder Realschullehrplan. Sie ist eine Durchgangsschule, die anstrebt die Schülerinnen und Schüler schnellstmöglich in die Regelschule zurückzuschulen und endet spätestens nach der 6. Klasse.
Die Friedrich-Fröbel-Schule als Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung unterscheidet sich von der Regelschule durch Unterricht in kleineren Gruppen mit max. 12 Kindern und zusätzliche Förderangebote. Sie umfasst insgesamt 14 Klassen: eine Vorklasse sowie die Klassen 1 bis 6.
Vier Logopädinnen arbeiten in die FFS, die auf Krankenkassenrezept Sprachtherapie anbieten. Die Eltern sind dadurch im Nachmittagsbereich entlastet und haben geringere Wartezeiten bis zum Therapiebeginn. Für die Lehrkräfte vereinfacht sich der Austausch und das Hand in Hand Arbeiten.
Altersgemischte Eingangsstufe (AE)
Unsere Erfahrung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass jedes Kind mit anderen Voraussetzungen in der Schule ankommt und die individuelle schulische Entwicklung nicht immer in festgelegten Zeiträumen erfolgt, sondern jedes Kind seiner eigenen Entwicklungszeit folgt. Daher unterrichten wir in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung seit 2006 auch in altersgemischten Lerngruppen. Die ersten beiden Schuljahre können in einem oder in bis zu drei Jahren durchlaufen werden – je nachdem, welche Zeit ein Kind für die Bearbeitung des Regelschullernstoffs benötigt. Erst dann folgt der Übergang in die dritte Klasse.
Die Kinder werden entsprechend ihrer Fähigkeiten, die im individuellen Förderplan beschrieben und mit den Eltern besprochen sind, auf ihrem Kompetenzniveau unterrichtet, durch zusätzliche Förderangebote gefördert und in ihrem individuellen Lernprozess durch die Sprachheillehrkräfte begleitet. Dadurch können Stärken gefördert und Schwächen verringert werden. Ein ritualisierter Unterricht bietet den Schülerinnen und Schülern die notwendige Geborgenheit und Sicherheit.
Erste Ganztagsklasse seit dem Schuljahr 2015/16
Die Friedrich-Fröbel-Schule ist seit dem Schuljahr 2016/17 Ganztagsschule im Profil 3.
Die Konzeption, die in enger Zusammenarbeit mit den Eltern entwickelt und in allen Gremien verabschiedet wurde, beinhaltet, dass der Unterricht von der Vorklasse bis zur Klasse 4 von
Montag – Donnerstag von 8.30 – 15.30 Uhr und am
Freitag von 8.30 – 13.40 Uhr
stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler bis zur Klasse 4 erledigen die „Hausaufgaben“ mit ihren Lehrkräften gemeinsam in der individuellen Lernzeit in der FFS.
Die Klassen 5 und 6 haben montags von 8.30 – 13.40 Uhr Unterricht, um sich am Montag Nachmittag auch an das selbstständige Erledigen von Hausaufgaben zu gewöhnen, das sie für den Übergang in die weiterführenden Schulen benötigen.
Englisch in den Klassen 3 und 4 der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung
Englisch als Fremdsprache ist ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens, auch im Leben unserer Schülerinnen und Schüler. Denken wir an die Computer, die Popmusik, Sport, Kleidung, Essen und Trinken.
So hat inzwischen auch das Erlernen von Englisch bereits in den Grundschulen seinen Platz gefunden. Da wir in der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprachheilförderung zielgleich unterrichten, erhalten unsere Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse ebenfalls 2 Stunden Frühenglisch pro Woche. Allerdings achten die Englischlehrkräfte der FFS ganz besonders darauf, dass die Schülerinnen und Schüler mit Anspruch Sprachheilförderung die für sie erschwerte sprachliche Hürde gut meistern und Freude an der Fremdsprache haben.
Ziel des Englischunterrichts ist es, bereits in der Primarstufe bei den Kindern Freude und Motivation am Erlernen und am Umgang mit der Fremdsprache zu erwecken. Weiterhin sollen Interesse und Verständnis gegenüber anderen Sprachen und Kulturen angebahnt und die Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler erweitert werden.
Der Unterrichtsschwerpunkt liegt auf dem mündlichen, spielbetonten Lernen. Er findet größtenteils einsprachig statt. Wir singen englische Lieder, hören kleine Geschichten, lernen typische englische Reime, benennen Bildkarten und wiederholen das Wortmaterial im Rahmen von Spielen wie zum Beispiel Bingo und „What´s missing?“
Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden, einfache Sätze, kleine Geschichten, Redewendungen, Lieder und Reime zu verstehen. Hierzu ist es nicht notwendig jedes einzelne Wort zu kennen. Die Kinder sollen vielmehr dazu angeregt werden sich den Inhalt zu erschließen, indem sie zusätzlich auf die Mimik, Gestik und Körpersprache der Lehrkraft achten. Zusätzlich werden im Unterricht Bildmaterialien und englische Kinderbücher eingesetzt und wenn möglich die Sprache mit Bewegung verknüpft.
Durch das immer wieder genaue Hinhören der Schülerinnen und Schüler, das Wiedergeben und Unterscheiden immer wiederkehrender typischer englischer Laute und zu erlernender Wörter gelangen die Schülerinnen und Schüler in ihrem individuellen Tempo zum Verstehen der Fremdsprache und darüber hinaus auch zum Sprechen. Sie lernen zunächst Wörter nachzusprechen, dann kleine Dialoge zu führen um sich z.B. vorzustellen, Wünsche zu äußern, Lieder mitzusingen, Reime vorzutragen, Dinge zu benennen.
Zu den zwei wichtigsten Bereichen des Grundschulenglischs – Hörverstehen und Sprechen – kommen das Lesen und die Schrift als unterstützende Elemente hinzu.
Erst wenn ein Wort mehrmals gehört und nachgesprochen wurde, wird es als Schriftbild eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler sollen niemals aus dem Gedächtnis Wörter aufschreiben oder unbekannte Wörter/Sätze erlesen. Vielmehr geht es darum, das Wortmaterial abzuschreiben, Lückentexte mit vorgegeben Wörtern zu ergänzen, Wort-Bild-Verbindungen herzustellen usw. Ziel hierbei ist es die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass wir die Wörter im Englischen nicht so schreiben können, wie wir sie sprechen. Ein Einschleifen falscher Aussprache/Schreibung soll durch die vorherige mündliche Übung mit dem Wortmaterial vermieden werden.
Wir schreiben keine Arbeiten, in denen die Schülerinnen und Schüler die Fremdsprache aus dem Gedächtnis schreiben müssen. Es können aber Lernstandskontrollen in unterschiedlichen Formen stattfinden, deren Schwerpunkt auf dem Hörverstehen oder dem Umgang mit dem geübten Wortmaterial liegt. Bei der Beurteilung erfolgt eine starke Gewichtung der mündlichen Sprachkompetenz. Eine grundsätzliche Offenheit gegenüber der Fremdsprache und die Bereitschaft sich auf den mündlichen Fremdsprachunterricht einzulassen und mitzuarbeiten sind wesentliche Aspekte der Bewertung. Die Englisch-Note in der 3. und 4. Klasse ist nicht versetzungsrelevant.
Folgende Themenbereiche können Lerninhalte im 3. und 4. Schuljahr sein:
- Essen und Trinken
- Zeit- und Jahresablauf
- Familie/Haus
- Wetter
- Landeskunde
- Jahreszeitliche Themen
- Vorstellung und Begrüßung
- Zahlen
- Farben
- Körper und Kleidung
- Schule
- Tiere